Glückliche junge Frau geniest ihren Salat | © Basica

Säure-Basen-Regulation:

Wie der Körper den Ausgleich schafft

Ernährung kann den Säure-Basen-Haushalt regulieren

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes ist notwendig, um den pH-Wert im Blut zu stabilisieren. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. So regulieren den Säure-Basen-Haushalt vor allem die Nährstoffe aus unserer Ernährung, indem diese sauer oder basisch verstoffwechselt werden. Aber auch wenn wir atmen oder uns körperlich betätigen, fällt Säure als Abfallprodukt der Energiegewinnung in den Zellen an und beeinflusst den pH-Wert im Blut. Um in Summe einen Säureüberschuss zu vermeiden, laufen im Körper automatisch unterschiedliche Regulationsprozesse ab.

Regulationsmöglichkeiten des Körpers

Säure-Basen-Regulation durch körpereigene Puffersysteme

Unser Körper ist mit einem leistungsfähigen Puffersystem ausgestattet und kann so den Säure-Basen-Haushalt regulieren. Puffer sind Schutzvorrichtungen, die Entgleisungen der pH-Werte in den Körperflüssigkeiten und in den Zellen abfangen, vor allem zur Stabilisierung des pH-Werts im Blut. Wichtige Bestandteile dieses Puffersystems zur Regulation des Säure-Basen-Haushalts sind das im Blut gelöste basische Bikarbonat sowie der rote Blutfarbstoff Hämoglobin. Bikarbonat kann Säure binden, und es entsteht Kohlensäure, die zu Wasser und Kohlendioxid zerfällt. Letzteres wird über die Lunge abgeatmet. Zink ist ein Cofaktor für das Enzym Carboanhydrase, welches für die Bildung von Bikarbonat mitverantwortlich und deswegen wichtig für die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes ist. Durch die Puffersysteme und die Stabilisierung des pH-Werts im Blut richtet zu viel Säure zunächst keinen Schaden an.

Das im Blut gelöste Bikarbonat kann Säure binden. Es entsteht Kohlensäure, die zu Wasser und Kohlendioxid zerfällt. Kohlendioxid wird über die Lunge abgeatmet. Auf diese Weise kann der pH-Wert im Blut schnell und effektiv korrigiert werden. Den Säure-Basen-Haushalt regulieren Bikarbonat-Puffer. Dazu müssen diese ständig regeneriert werden, indem über die Nahrung basische Mineralverbindungen zugeführt werden.

Niere und Lunge: Ausscheidung und Abatmung von Säure

Die wichtigsten Organe, die den Säure-Basen-Haushalt regulieren, sind die Niere und die Lunge. Die Niere ist das einzige Organ, das direkt Säure aus dem Körper ausscheiden kann. Die Lunge sorgt kurzfristig für einen stabilen pH-Wert im Blut über die Atmung. So kann der Körper durch die verstärkte Abatmung von Kohlendioxid den Säure-Basen-Haushalt regulieren.

Das Bindegewebe als Säurelager

Stößt das Puffersystem an seine Grenzen und ist die Säureausscheidungs-Kapazität der Niere ausgeschöpft, muss der Körper zur Aufrechterhaltung optimaler Stoffwechselbedingungen die Säure „aus dem Verkehr ziehen“. Durch die Einlagerung von Säure im Bindegewebe – das aufgrund seiner physikalischen Beschaffenheit besonders dafür geeignet ist – kann der Körper den Säure-Basen-Haushalt regulieren. Der pH-Wert im Blut wird dadurch stabilisiert. Aber die Fähigkeit des Bindegewebes, Wasser zu binden, nimmt ab. Die Zufuhr des Spurenelementes Kupfer kann zur Erhaltung eines normalen Bindegewebes beitragen.

Säureausgleich durch Basen aus Knochen

Zur Regulation des Säure-Basen-Haushalts greift der Organismus auf die körpereigenen Basendepots, die Knochen, zurück. Auch so kann der pH-Wert im Blut stabilisiert werden. Zum Ausgleich der Säurebelastung werden basische Mineralstoffe aus den Knochen freigesetzt. Hält dieser Zustand länger an, verschiebt sich zunehmend auch das physiologische Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau, wodurch vermehrt Knochensubstanz abgebaut wird. Die Zufuhr der beiden Mineralstoffe Calcium und Magnesium trägt zur Knochengesundheit bei.

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