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Kaffee: basisch, lecker & gesund

Kaffee: basisch, lecker & gesund

Er gilt als beliebtestes Heißgetränk Europas: der Kaffee.  

In Deutschland trinken Kaffeeliebhaber: innen jährlich bis zu 162 Liter des Muntermachers – Tendenz steigend. Dabei hat sich das Image von Filterkaffee, Espresso und Melange in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich verändert. Der Grund: Zahlreiche Studien haben mittlerweile bestätigt, dass Kaffee entgegen einigen bislang geltenden Meinungen gesund ist und nicht zuletzt zahlreichen Erkrankungen vorbeugt.  

Doch: Von welchen seiner  Wirkungen können wir konkret profitieren? Welche Vorurteile gegenüber Kaffee konnten widerlegt werden? Und: Wie viele Tassen sollte man pro Tag zu sich nehmen? 

In diesem Blogbeitrag haben wir die Antworten auf diese und weitere Fragen zusammengefasst.  

Kaffee: Herkunft & Verbreitung

Schon gewusst? Die Kaffeepflanze stammt ursprünglich aus Afrika und Arabien. Bereits kurz nach ihrer Entdeckung im 9. Jahrhundert stellte man fest, dass die Bohnen der Pflanze, zerstampft und als Sud zubereitet, eine belebende Wirkung haben. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde das aromatische Heißgetränk schließlich durch die Osmanen nach Europa gebracht.   

Belebende Wirkung dank Koffein

Die Tatsache, dass uns das „schwarze Gold“ bei einem Durchhänger wieder durchstarten lässt, hat mit dem Koffein im  f Kaffee zu tun. Etwa 80 bis 120 Milligramm davon befinden sich in einer Tasse Filterkaffee.  

Und so funktioniert’s: Das Koffein wirkt direkt im Nervengewebe. Dort dockt es an die sogenannten Adenosinrezeptoren an und verhindert die Verbreitung der körpereigenen Substanz Adenosin, die für das Müdigkeitsgefühl zuständig ist. Zugleich stimuliert Koffein das Nervensystem und steigert die Konzentrationsfähigkeit. 

Weiter regt Koffein die Bildung der Stresshormone an. Bei Müdigkeit sind es diese beiden Stoffe, die uns wieder wach werden und unser Herz schneller schlagen lassen. Das Ergebnis: Wir fühlen uns fitter und können belebt an unsere Aufgaben herangehen.

Die Gretchenfrage: Ist Kaffee gesund?

Lange Zeit galt Kaffee als ungesund. Mittlerweile konnte diese Annahme in zahlreichen Studien widerlegt werden. Welche Fragen sich immer wieder im Zusammenhang mit dem beliebten Heißgetränk stellen und welche Mythen ausgeräumt wurden – wir haben die wichtigsten Infos im Überblick:  

Übersäuerung?

Kaffee ist basisch!

Hartnäckig hatte sich das Vorurteil gegenüber dem beliebten Heißgetränk gehalten. Doch schon seit langem steht fest: Kaffee ist entgegen allen Annahmen ein basisches Lebensmittel. Das bedeutet: Das schwarze Gold wird im Körper nicht sauer, sondern basisch verstoffwechselt und kann nicht für eine Übersäuerung des Körpers verantwortlich gemacht werden.  

Flüssigkeitsbilanz

Entzieht Kaffee Wasser?

Lange Zeit hat man dem Wachmacher einen negativen Einfluss auf den Wasserhaushalt unterstellt. Doch Forscher haben die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Kaffee und dem Flüssigkeitshaushalt des Körpers eingehend untersucht. Und sie kamen zu dem Schluss: Kaffee, wie jedes andere Getränk, wird bei der täglichen Versorgung des Körpers mit genügend Flüssigkeit, dazugerechnet.    

Eine Tasse Kaffee hat demnach den gleichen Effekt wie ein Glas Wasser.  

Herzenssache

Kaffee schützt das Herz.

Ein weit verbreitetes Vorurteil: Kaffee schädigt das Herz-Kreislauf-System und ist mitverantwortlich für Erkrankungen in diesem Bereich. Fakt ist aber: Studien konnten bestätigen, dass das „schwarze Gold“ keinen negativen Einfluss auf die Herzgesundheit hat. Im Gegenteil: In einigen Untersuchungen konnte sogar ein Schutzeffekt des Herzens durch Kaffee nachgewiesen werden. Auch beim Bluthochdruck ließ sich bei einem Konsum von drei bis sechs Tassen pro Tag kein negativer Effekt nachweisen. 

Schlaflose Nächte?

Die Gene entscheiden!

Jeder kennt’s: Die einen können noch kurz vor dem Schlafengehen Kaffee trinken und schlummern seelenruhig ein. Andere wiederum haben bereits Schwierigkeiten, einzuschlafen, wenn die letzte Tasse Kaffee vor einigen Stunden genossen wurde. Woran das liegt? Auch hier haben Wissenschaftler: innen nach Antworten gesucht – und sie sind fündig geworden. Wie sich zeigte, gibt es sogenannte schnelle und langsame „Koffeinabbauer“. Die Gene bzw. das Vorhandensein eines bestimmten Enzyms entscheiden darüber, wie schnell Koffein abgebaut wird und damit unser Schlafverhalten nicht beeinträchtigt.  

Figurbetont

Macht Kaffee schlank? 

In Bezug auf die positiven Auswirkungen auf das Körpergewicht profitieren in erster Linie Frauen von der Wirkung des Kaffees. Studien haben gezeigt: Der Gesamtkörperfettanteil von Kaffeetrinkerinnen ist deutlich geringer als bei Frauen, die keinen Kaffee trinken. Dabei ist es unerheblich, ob es sich dabei um koffeinhaltigen oder koffeinfreien Kaffee handelte. Bei Männern konnte diese eindeutige Wirkung nicht nachgewiesen werden.  

Kaffee kann vorbeugen

Diabetes Typ-2

Die schützende Wirkung von Kaffee in Bezug auf Typ-2-Diabetes hat nicht mit dem im Muntermacher enthaltenen Koffein zu tun. Es sind andere Inhaltsstoffe, welche eine schützende Wirkung gegen eine Diabetes-Erkrankung entfalten.  

Außerdem nachgewiesen: Kaffee hat eine antioxidative Wirkung und beugt somit oxidativem Stress und Entzündungen vor – zwei der Hauptrisikofaktoren für Diabetes Typ-2. 

Kaffee & Organgesundheit

Für eine gesunde Leber

Auch die Leber profitiert von den gesundheitsfördernden Aspekten des Kaffees. Grund dafür: das enthaltene Koffein und die Chlorogensäure. Beide Inhaltsstoffe haben einen positiven Einfluss auf die Funktion des Entgiftungsorgans und beugen der Entstehung von Lebertumoren und chronischer Leberzirrhose vor.

Wissenschaftlich bestätigt

Kaffee als Demenzvorsorge

Mehrere Studien legen nahe: Kaffeetrinker:innen haben ein geringeres Risiko, an Demenz oder anderen neurologischen Leiden zu erkranken. Dabei spielt das enthaltene Koffein eine Schlüsselrolle. Eine über zehn Jahre durchgeführte Studie zeigte: Schon bei einem Kaffeekonsum von zwei Tassen pro Tag konnte das Risiko, an Demenz zu erkranken, um 25 Prozent verringert werden.  

Wie viele Tassen Kaffee pro Tag?

Für eine gesundheitsfördernde Wirkung empfehlen Wissenschaftler: innen mittlerweile bis zu vier bzw. sogar fünf Tassen Kaffee am Tag. Dabei zu beachten: Filterkaffee zeigte in den Untersuchungen nachweislich bessere Werte als ungefilterte Kaffeezubereitungen.  

Grund genug, die Filterkaffeemaschine wieder zu aktivieren und vielleicht die eine oder andere Tasse Kaffee mehr in den Alltag zu integrieren.1 

 

1 Ausgenommen sind Menschen mit Bluthochdruck oder Schwangere. Im Zweifelsfall konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.  

Weitere Ernährungstipps

Wie der Kaffee so bringt der Genuss basischer Lebensmittel grundsätzlich zahlreiche Vorteile mit sich. Kein Zufall also, dass eine basische Ernährungsweise mit vielen gesundheitlichen Benefits in Verbindung gebracht wird. Im Blogbeitrag „Basenfasten leicht gemacht“ erfahren Sie, wie die Umstellung auf eine basische Ernährungsweise mühelos gelingen kann. Auch unsere Nahrungsmitteltabelle unterstützt Sie dabei. 

Für mehr Wohlbefinden im Alltag und ein Leben in Balance.