Säure-Basen-Test

Der Säure-Basen-Haushalt und seine Bedeutung für den Organismus

Ursachen eines unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts

Eine Voraussetzung, dass der Stoffwechsel ungestört seine Arbeit machen kann: Die Säuren und Basen im Körper sind in Balance. Und genau da kommt der Säure-Basen-Haushalt ins Spiel. Doch was ist der Säure-Basen-Haushalt genau? Wie funktioniert er, und was bringt diesen chemischen Regelmechanismus aus dem Gleichgewicht?

Was ist der Säure-Basen-Haushalt?

Beim Säure-Basen-Haushalt handelt es sich um ein physiologisches Regelungssystem. Durch die damit verbundenen Funktionen wird dafür gesorgt, dass die pH-Werte im Körper konstant gehalten werden. Unser Organismus ist also ständig damit beschäftigt, sicherzustellen, dass sich Säuren und Basen im Körper die Waage halten. 

Warum ist der Säure-Basen-Haushalt so wichtig?

Damit alle biochemischen Vorgänge in unserem Körper geregelt ablaufen können, brauchen unsere Körperzellen das richtige Verhältnis von Säuren zu Basen. Diese Abläufe werden durch Enzyme gesteuert, die jedoch nur unter bestimmten Bedingungen optimal arbeiten können. Darum wird der pH-Wert im Zellinneren, im umgebenden Gewebe, in den Organen und vor allem im Blut in ganz bestimmten, engen Grenzen gehalten.

Für das Sicherstellen des Gleichgewichts im Vorhandensein von Säuren und Basen im Körper ist der Säure-Basen-Haushalt verantwortlich. Das ist eine enorm wichtige Aufgabe – vor allem, weil viele verschiedene Faktoren dieses prekäre chemische Verhältnis aus der Balance bringen können. 

Übrigens: Generell wird der pH-Wert auf einer Skala von 1 bis 14 gemessen – wobei unter sieben vom sauren Bereich und über sieben vom basischen Bereich die Rede ist. 

Ernährung und ihr Einfluss auf das Säure-Basen-Gleichgewicht

Häufig hängt die Ernährung unmittelbar mit dem Säure-Basen-Haushalt zusammen. Lebensmittel mit tierischem Eiweiß (Fleisch, Fisch, Milchprodukte) können den Säure-Basen-Haushalt aus der Balance bringen. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn viele Getreideprodukte und wenig frisches Obst, Gemüse und Salat gegessen werden.

Eiweißhaltige Lebensmittel im Fokus

Bestimmte Lebensmittel führen also zu einer Disbalance des Säure-Basen-Haushalts. Doch warum genau ist das so? Eiweißreiche Nahrungsmittel werden aufgrund ihres Anteils an schwefelhaltigen Aminosäuren (Cystein und Methionin) vom Körper sauer verstoffwechselt. Dazu gehören zum Beispiel Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Getreide. 

Auch phosphathaltige Verbindungen, wie sie in Fleisch, Wurst und Getränken vorkommen, liefern Phosphorsäure, die den Säure-Basen-Haushalt belastet. Welche weiteren Nahrungsmittel Ursachen für ein Ungleichgewicht sein können, finden Sie mithilfe unserer Nahrungsmitteltabelle heraus.

Zur Nahrungsmitteltabelle

Basische Lebensmittel

Sollten nun also Lebensmittel mit Eiweiß komplett ersetzt werden? Nein, vielmehr kommt es auf das optimale Verhältnis von säurebildenden und basischen Lebensmitteln an. Bei der basischen Ernährung gilt es, die säurebildenden Lebensmittel zu reduzieren – insoweit, als das ein Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen im Körper besteht. 

Erfahren Sie mehr zur Regulation des Säure-Basen-Haushalts und zur Umstellung auf eine basische Ernährung!

Saurer Geschmack – zu viel Säure?

Oft wird angenommen, dass Lebensmittel, die sauer schmecken, auch säurebildend sind. Allerdings ist sogar das Gegenteil der Fall: Sauer schmeckende Früchte wie Zitrusfrüchte enthalten reichlich basische Mineralstoffe. Diese sorgen für einen basischen Effekt auf den Körper. Sprich Säure wird neutralisiert, und so wird der Säure-Basen-Haushalt wieder ausbalanciert. Sauer macht in diesem Fall also nicht (nur) lustig, sondern hilft dabei, den Körper wieder in Balance zu bringen. 

Weitere Ursachen für ein Säure-Basen-Ungleichgewicht

Auch wenn die Ernährung großen Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt hat: Es gibt noch weitere Ursachen, die den Säure-Basen-Haushalt aus der Balance bringen. Dazu gehört eine ungesunde Lebensweise mit zu viel Stress und zu wenig Bewegung, oder auch Diäten und Fasten. 

Diäten

Wie hängen der Wunsch nach Abnehmen und unser Säure-Basen-Haushalt zusammen? Eine Diät führt zu entscheidenden Veränderungen im Säure-Basen-Gleichgewicht – und kann damit Ursache für eine Übersäuerung sein. Durch den Fettabbau entstehen sogenannte Ketosäuren, es wird also verstärkt Säure gebildet. Das wirkt sich wiederum auf die gesamte Stoffwechselleistung aus.

Die Folge: zu viel Säure und zu wenig Basen im Körper. In diesem Fall gilt es, das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen. Dafür braucht es eine ausreichende Versorgung mit basischen Mineralstoffen aus Obst, Gemüse und Salat. Zusätzlich dient eine basische Nahrungsergänzung als wertvolle Unterstützung. Ziel sollte es sein, die Ernährung langfristig umzustellen, was häufig mit einer Änderung der Lebensweise einhergeht.

Basenfasten

Um den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen, empfehlen Ernährungsexpert*innen ab und zu eine Basenfasten-Kur. Bei dieser verzichtet man für eine gewisse Zeit gezielt auf säurebildende Lebensmittel. Aber keine Sorge: Basenfasten hat überhaupt nichts mit Hungern zu tun. Es geht dabei vielmehr um eine bewusste Ernährung mit überwiegend basischen Lebensmitteln. 

Das heißt: Beim Basenfasten kommen alle Nahrungsmittel, die basisch verstoffwechselt werden, auf den Tisch – in roher oder gekochter Form. Besonders gut eignen sich Feldsalat, Rucola, Fenchel, Karotten, Kartoffeln, Pilze, Obst, Nüsse und Kräuter. Da diese Ernährungsform zeitlich begrenzt ist und nicht vollständig auf Lebensmittel verzichtet wird, handelt es sich um eine milde Ausprägung des Fastens. Eine Basenfastenwoche gleicht vielmehr einer wohltuenden Kur, die den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen kann. 

Welche Lebensmittel basisch sind, verrät ein Blick auf unsere Nahrungsmitteltabelle. Essen, genießen, satt werden und dem Körper etwas Gutes tun – im Online-Magazin erfahren Sie mehr rund um eine ausgewogene Ernährung

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