Säure-Basen-Test

Regulation des Säure-Basen-Haushalts

Das Säure-Basen-Gleichgewicht

Die pH-Werte des Körpers in Balance halten ... Dafür ist der Säure-Basen-Haushalt zuständig. Doch was ist wissenschaftlich unter dem Begriff Säure-Basen-Gleichgewicht zu verstehen, und wie kann man seinen Säure-Basen-Haushalt in diesem Gleichgewicht halten?

Was ist das Säure-Basen-Gleichgewicht?

Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist für den normalen Ablauf der Stoffwechselvorgänge in erforderlich. Enzyme steuern als Katalysatoren all unsere Stoffwechselvorgänge. Da ihre Aktivität pH-abhängig ist, können sie nur bei spezifischen pH-Verhältnissen optimal arbeiten. Bereits eine leichte pH-Abweichung führt zu Aktivitätseinschränkungen der Enzyme und damit zu Funktionsbeeinträchtigungen im Stoffwechsel. Daher müssen die physiologischen pH-Werte unter allen Umständen eingehalten werden, um ein reibungsloses Funktionieren des Stoffwechsels zu gewährleisten.

Das Säure-Basen-Gleichgewicht bildet somit die Grundlage für einen normalen Ablauf der Stoffwechselvorgänge.

Möglichst stabile pH-Werte aufrechterhalten

Das Säure-Basen-Gleichgewicht in unserem Körper ist nicht als starres System zu sehen, sondern vielmehr als ein dynamisches Fließgleichgewicht. Zwar ändern sich laufend die Menge von Säure und Basen in unserem Körper. Die pH-Werte in den verschiedenen Organen und Gewebearten sowie im Blut werden jedoch innerhalb enger Grenzen nahezu konstant gehalten.

Der physiologische pH-Wert

Welcher pH-Wert ist gut? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn jedes Organ bzw. jeder Stoffwechselabschnitt hat seinen eigenen, optimalen pH-Wert.

  • Blutplasma pH 7,35–7,45
  • Magensaft pH 1,2–3
  • Galle pH 7,4–7,7
  • Urin pH 5–8
  • Speichel pH 6,8
  • Gelenkflüssigkeit pH 7,4–7,8

Ernährung kann den Säure-Basen-Haushalt regulieren

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes ist notwendig, um den pH-Wert im Blut zu stabilisieren. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Vor allem die Nährstoffe aus unserer Ernährung regulieren den Säure-Basen-Haushalt, da sie sauer oder basisch verstoffwechselt werden. Aber auch wenn wir atmen oder uns körperlich betätigen, fällt Säure als Abfallprodukt der Energiegewinnung in den Zellen an. Das beeinflusst den pH-Wert im Blut. Um in Summe einen Säureüberschuss zu vermeiden, laufen im Körper automatisch unterschiedliche Regulationsprozesse ab.

Regulationsmöglichkeiten des Körpers

Gerät der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht, verfügt der Körper über verschiedene Mechanismen, um Säure und Basen wieder in Balance zu bringen. Daran beteiligt sind körpereigene Puffersysteme, Niere und Lunge, das Bindegewebe und die Knochen.

Säure-Basen-Regulation durch körpereigene Puffersysteme

Unser Körper ist mit einem leistungsfähigen Puffersystem ausgestattet und kann so den Säure-Basen-Haushalt regulieren. Puffer sind Substanzen als Schutzvorrichtungen, die Entgleisungen der pH-Werte in den Körperflüssigkeiten und in den Zellen abfangen – insbesondere zur Stabilisierung des pH-Werts im Blut. Wichtige Bestandteile dieses Puffersystems zur Regulation des Säure-Basen-Haushalts sind das im Blut gelöste basische Bikarbonat sowie der rote Blutfarbstoff Hämoglobin.

Bikarbonat kann Säure binden, und es entsteht Kohlensäure, die zu Wasser und Kohlendioxid zerfällt. Letzteres wird über die Lunge abgeatmet. Auf diese Weise kann der pH-Wert im Blut schnell und effektiv korrigiert werden. Zink ist ein Cofaktor für das Enzym Carboanhydrase. Es ist für die Bildung von Bikarbonat mitverantwortlich und deswegen ebenfalls wichtig für die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes. Damit unsere Puffersysteme regelmäßig regenerieren, benötigt der Körper basische Mineralstoffe, die über die Nahrung zugeführt werden müssen.

Niere und Lunge: Ausscheidung und Abatmung von Säure

Die wichtigsten Organe, die den Säure-Basen-Haushalt regulieren, sind die Niere und die Lunge. Die Niere ist das einzige Organ, das direkt Säure aus dem Körper ausscheiden kann. Die Lunge sorgt über die Atmung kurzfristig für einen stabilen pH-Wert im Blut. Durch die verstärkte Abatmung von Kohlendioxid kann der Körper den Säure-Basen-Haushalt regulieren.

Das Bindegewebe als Säurelager

Stößt das Puffersystem an seine Grenzen und ist die Säureausscheidungs-Kapazität der Niere ausgeschöpft ist. In diesen Fällen muss der Körper zur Aufrechterhaltung optimaler Stoffwechselbedingungen die Säure „aus dem Verkehr ziehen“.

Durch die Einlagerung von Säure im Bindegewebe – das aufgrund seiner physikalischen Beschaffenheit besonders dafür geeignet ist – kann der Körper den Säure-Basen-Haushalt regulieren. Der pH-Wert im Blut wird dadurch zwar stabilisiert. Gleichzeitig nimmt aber die Fähigkeit des Bindegewebes, Wasser zu binden, ab. Die Zufuhr des Spurenelementes Kupfer kann zur Erhaltung eines normalen Bindegewebes beitragen.

Säureausgleich durch Basen aus Knochen

Ist die Kapazität der Puffersysteme erschöpft, kann der Organismus zur Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichtes auf die Knochen als körpereigene Basendepots zurückgreifen – und zur Neutralisierung basische Mineralstoffe aus den Knochen freisetzen. Hält dieser Zustand länger an, verschiebt sich zunehmend auch das physiologische Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau. Die Zufuhr der beiden Mineralstoffe Calcium und Magnesium trägt zur Knochengesundheit bei.

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