Typische Fehler beim Basenfasten und wie du sie vermeidest
Basenfasten kann eine wunderbare Möglichkeit sein, deinem Körper eine bewusste Pause zu gönnen und den Säure-Basen-Haushalt zu unterstützen. Wie bei jeder Ernährungsumstellung gibt es jedoch auch beim Basenfasten kleine Hürden. Aber keine Sorge: Solche „Fehler“ passieren meist nicht, weil du etwas falsch machst, sondern weil Arbeits- und Alltagsroutinen einen anderen Rhythmus vorgeben.
Was sind die häufigsten Fehler beim Basenfasten? Wir zeigen dir typische Stolpersteine und wie du sie mit einfachen, alltagstauglichen Tipps vermeiden kannst.
Fehler 1: zu wenig Vorbereitung
Viele starten spontan mit dem Basenfasten, ohne sich vorher Gedanken über den genauen Ablauf zu machen. Aber: Wenn du ohne Plan in die Woche startest, musst du täglich neu entscheiden, was du isst und wie sich das Ganze in deinen Arbeitstag einfügt.
Wie du es besser machen kannst:
- Lege ein klares Start- und Enddatum für deine Basenkur fest.
- Sorge im Vorfeld dafür, dass du basische Lebensmittel zuhause hast.
- Plane deine Mahlzeiten grob im Voraus. Schon ein wenig Meal-Prepping am Wochenende schafft Entlastung im Arbeitsalltag. Im Magazin findest du übrigens auch spezielle Tipps zum Basenfasten für Berufstätige.
- Ein Fastentagebuch kann dir helfen, deine Erfahrungen und Empfindungen festzuhalten.
Basische Rezept-Ideen zur Vorbereitung:
- Beerenstarkes basisches Müsli
- Leckere Kichererbsenbällchen
- Linsenaufstrich mit Champignons
- Kürbissuppe mit saurer Sahne
- Ofengebackenes Wurzelgemüse mit Kartoffeln
- Basischer Popcorn-Snack
Fehler 2: fehlende Anpassung an deinen Alltag
Auch mit den besten Vorsätzen birgt der Alltag beim Basenfasten neue Herausforderungen. Mach dir deshalb im Vorhinein klar, dass die Ernährungsumstellung wahrscheinlich Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag, deine sozialen Termine und deine sportlichen Aktivitäten haben wird. Für dein Basenfasten kann das bedeuten:
- Mahlzeiten verschieben sich
- Pausen werden ausgelassen
- Essen passiert „nebenbei“
Wie du es besser machen kannst:
- Plane Essen und Trinken als festen Bestandteil deines Tages – ähnlich wie Termine.
- Integriere leichte Bewegung oder Spaziergänge als fixe Aktivitäten in deinen Tagesablauf.
Fehler 3: falsche Lebensmittelauswahl
Beim Basenfasten solltest du Lebensmittel nicht rein danach auswählen, ob sie basisch sind. Viel wichtiger ist es, auch deren Nährstoffgehalt mitzudenken! Typische Fallen sind etwa stark gemüselastige Teller ohne Eiweißquellen oder übermäßig viele süße Früchte.
Gerade Obst gilt für viele oft automatisch als „richtig“. In größeren Mengen oder als Hauptbestandteil jeder Mahlzeit kann es jedoch den Blutzuckerspiegel stark beeinflussen und Heißhunger begünstigen. Auch stark verarbeitete basische Ersatzprodukte oder eine zu monotone Gemüseauswahl liefern nicht alles, was dein Körper in dieser Phase braucht.
Wie du es besser machen kannst:
- Kombiniere verschiedene Gemüsesorten mit unterschiedlichen Farben und Texturen.
- Ergänze jede Mahlzeit um basische Eiweißquellen wie Keimlinge, Samen oder Mandeln.
- Setze Obst gezielt ein, idealerweise als Ergänzung, nicht als Hauptbestandteil.
- Wähle möglichst naturbelassene, frische Lebensmittel statt stark verarbeiteter Alternativen.
Fehler 4: zu wenig trinken
Gerade im Arbeitsalltag vergisst man leicht, genug zu trinken. Dabei ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr während einer Basenfastenkur sehr wichtig! Wenn du zu wenig trinkst, kann das etwa zu Kopfschmerzen oder Müdigkeit führen.
Wie du es besser machen kannst:
- Trinke regelmäßig über den Tag verteilt.
- Stelle Wasser oder ungesüßten Tee immer griffbereit, sowohl im Büro als auch im Homeoffice.
- 2 bis 3 Liter pro Tag sind ein guter Richtwert – je nach Wetter und Aktivitätslevel
Fehler 5: Hungerphasen ignorieren
Beim Basenfasten geht es nicht darum, deinen Magen auszutricksen. Wenn du Hungerphasen ignorierst, kann das später zu übermäßigem Essen oder zu Unwohlsein zwischendurch führen.
Wie du es besser machen kannst:
- Plane kleine, basische Snacks ein, wenn der Hunger kommt (zum Beispiel selbstgemachte basische Müsliriegel).
- Iss regelmäßig, wenn du hungrig bist – beim Basenfasten geht es nicht um strengen Verzicht, sondern um bewusstes Essen.
Fehler 6: Basenfasten als Diät verstehen
Wenn du Basenfasten als reine Abnehmmethode siehst, kann das zu Einschränkungen führen, die wenig mit der Grundidee des Ernährungskonzeptes zu tun haben.
Wie du es besser machen kannst:
- Sieh das Basenfasten als Wohlfühl- und Regenerationsphase, nicht als strikte Diät.
- Gewichtsveränderungen können ein Effekt sein, aber sind nicht das Hauptziel
Fehler 7: zu hoher Erwartungsdruck
Zu hohe Erwartungen an die Basenfastenkur können dich frustrieren, wenn nicht sofort alles nach Plan läuft. Besonders dann, wenn ohnehin wenig Zeit bleibt, wirken lange Listen und das Hinterfragen einzelner Lebensmittel schnell überfordernd.
Wie du es besser machen kannst:
- Sieh das Basenfasten als Erfahrung und nicht als ein Projekt, das perfekt gelingen muss.
- Akzeptiere, dass jeder Körper anders reagiert.
- Bleib flexibel und sieh kleine Abweichungen nicht als Rückschritte, sondern als Lernmomente.
- Lege den Fokus auf kleine Fortschritte, zum Beispiel auf mehr Energie, bessere Verdauung oder klareres Denken.
Basenfasten bewusst und achtsam gestalten
Basenfasten kann ein kraftvoller Impuls sein – für Körper, Geist und deine Beziehung zu Lebensmitteln. Wichtig ist jedoch, dass du sowohl mit der nötigen Vorbereitung als auch mit genügend Flexibilität an die Sache herangehst. Denn die typischen Hürden beim Basenfasten entstehen oft dort, wo Plan und Alltag aufeinandertreffen.
Indem du auf deinen Körper hörst und Erwartungen realistisch hältst, lassen sich viele Stolpersteine leicht vermeiden. So wird das Basenfasten nicht zu einem zusätzlichen To-Do, sondern zu einer bewusst gestalteten Phase, die dir guttut.
Du möchtest gern mehr zum Thema erfahren? Im Basica® Magazin findest du viele Impulse und Rezepte rund um basische Ernährung.